Argentinien ist Trump nur deswegen nicht gefolgt, weil Pariser Klimaabkommen Basis für Mercosur ist
„Ein Scheitern des Mercosur-Abkommens wäre nicht nur ein fatales Signal in der jetzigen geopolitischen Lage und schädlich für unsere Wirtschaft, die sich vor schwierigen Herausforderungen befindet, sondern es würde im Gegenteil zur weitverbreiteten Meinung auch dem Klimaschutz schaden“, dies erklärte der klimapolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP, Christdemokraten), Dr. Peter Liese angesichts der morgen anstehenden Abstimmung im EU Ministerrat.
„Die internationalen Klimapolitik steht am Scheideweg. Donald Trump hat nicht nur das Pariser Klimaschutzabkommen verlassen, sondern er kämpft hinter den Kulissen auch aktiv gegen den Klimaschutz. Soi ist es ihm leider gelungen, eine Einigung bei der Internationalen Maritimorganisation (IMO) auf ein Klimaschutzinstrument zu verhindern.
Beim Pariser Klimaschutzabkommen ist keiner der etwa 200 Unterzeichnerstaaten Trump auf seinem Weg gefolgt. Niemand ist ausgetreten, auch nicht Javier Milei, der Trump ansonsten in vielen Punkten gleicht. Aus meiner Sicht ist der einzige Grund dafür das Mercosur Abkommen. Die Europäische Kommission und Ursula von der Leyen persönlich haben durchgesetzt, dass das Pariser Klimaschutzabkommen einer der fundamentalen Pfeiler des Mercosur Abkommens ist, d.h. ein Austritt Argentiniens aus dem Pariser Klimaschutzabkommens würde bedeuten, dass Argentinien nicht von Mercosur profitiert. Deswegen sollten all diejenigen, die sich für das Klima engagieren, sich auch für Mercosur einsetzen“, bekräftigte Liese.
