Vorwurf der Korruption gegenüber Ursula von der Leyen ist absurd / Im Frühjahr 2020 wollte eine große Mehrheit der Bevölkerung, dass so schnell wie möglich Impfstoff beschafft wird

„Der Korruptionsvorwurf gegen Ursula von der Leyen ist absurd, und ich bedauere, dass er immer wieder unkritisch übernommen wird“, erklärte der Arzt und Europaabgeordnete Dr. med. Peter Liese anlässlich der Diskussion um den Misstrauensantrag gegen die Europäische Kommission.

„Zu Beginn des Jahres 2021 gab es weltweit eine große Knappheit an Impfstoffen. Viele Menschen haben verzweifelt darauf gewartet. In dieser Phase wurde die Europäische Kommission aufgefordert, das Verfahren zu beschleunigen und pragmatisch zu handeln – so wie es zum Beispiel in Israel und den USA geschehen war. Die verzögerte Lieferung von Impfstoffen an die Europäische Union war jedoch nicht auf schlechte Verhandlungen der Kommission zurückzuführen. Vielmehr hatte Pfizer sich zunächst geweigert, die europäischen Haftungsregelungen zu akzeptieren.

Trotzdem war es wichtig, dass sich die Kommission und auch Präsidentin Ursula von der Leyen in dieser Phase nochmals stark engagiert haben, um schnellere Impfstofflieferungen zu ermöglichen. Am 1. Juli 2021 war die Impfrate in der Europäischen Union dann höher als in den Vereinigten Staaten von Amerika. All das darf nicht vergessen werden, wenn man jetzt über eventuelle Versäumnisse und mangelnde Transparenz diskutiert“, so Liese.