Deutschland und Europa müssen Vorreiter sein bei neuen Klimaschutztechnologien wie CO2-freier Stahlproduktion und Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre / Wichtig für Stahl-, Zement-, Kalk- und Papierindustrie in unserer Region

„Deutschland und Europa müssen Vorreiter sein bei neuen Technologien, die es ermöglichen, Industrie und Klimaschutz endgültig zu versöhnen.“ Dies erklärte Peter Liese anlässlich der am Montag beginnenden Klimakonferenz im polnischen Kattowitz. „Wir müssen der Welt zeigen, dass es möglich ist die CO2-Emissionen auf praktisch null zu reduzieren, ohne Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze zu gefährden. Dazu brauchen wir nicht nur die bisher vorhandenen erneuerbaren Energien und verstärkte Anstrengungen in Energieeffizienz, sondern ganz neue technologische Ansätze. Es wird innerhalb der energieintensiven Industrie wie Stahl und Zementindustrie jetzt ernsthaft darüber diskutiert, wie man mit technologischen Durchbrüchen die Klimaverträglichkeit sichern kann. So werden ganz konkret CO2-freie Stahlwerke geplant und auch die Zementindustrie überlegt wie sie den Prozess klimaneutral gestalten kann“, so Liese. Diese Entwicklung sei für unsere Region Südwestfalen besonders wichtig, weil es hier zahlreiche Unternehmen der Stahl-, Zement-, Kalk- und Papierindustrie gibt. „Außerdem gibt es Überlegungen CO2 aus der Atmosphäre zu entnehmen, zum Beispiel durch die Produktion von Carbonfasern, die zunächst stofflich genutzt werden und anschließend deponiert werden. Diese Technologien müssen wir dringend massiv fördern. Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen stimmen, d.h. es muss zum Beispiel durch einen angemessenen Preis beim Emissionshandel klar sein, dass diejenigen, die nicht in diese neuen Technologien investieren auf Dauer die Verlierer sind und die, die investieren wirtschaftlich erfolgreich sein werden. Durch die Reform des Emissionshandels haben wir einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht. Während der Preis viele Jahre bei fünf Euro gedümpelt hat, hat er sich jetzt auf 20 Euro vervierfacht und eine weitere Steigerung ist zu erwarten“, so Liese.


Die Europäische Kommission hatte am vergangenen Dienstag Strategien vorgelegt, wie man es schaffen kann bis zur Mitte des Jahrhunderts nur noch so viele Emissionen zu produzieren, wie an anderer Stelle zum Beispiel durch Wachstum von Wäldern, bessere Bewirtschaftung von Böden und eben Technologien zur Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre kompensieren kann.

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