Peter Liese MdEP, Matthias Eggers MdL und Manuela Schmidt bei HJS Emission Technology in Menden
Die Diskussion um Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide dreht sich viel zu oft allein um den Autoverkehr. Einen entscheidenden Einfluss auf die Luftqualität hat aber in vielen Städten in NRW auch die Binnenschifffahrt. Die Emissionen im Straßenverkehr gehen außerdem bereits deutlich zurück, im Schiffverkehr sind aber noch erhebliche Reduzierungspotenziale vorhanden. Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 63 Jahren bei Binnenschiffen kann ein Nachrüsten mit entsprechenden Filtersystemen die Emissionen in den Städten, die an den großen Binnenwasserstraßen wie Rhein, Donau, Elbe oder Mosel liegen, erheblich reduzieren.
Die Firma HJS Emission Technology in Menden bietet solche Lösungen an. Bei einem Gespräch mit dem Geschäftsführer Robin Trompetter und Firmengründer Hermann Josef Schulte konnten sich der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese, CDU-Landtagsabgeordneter Matthias Eggers und die Mendener CDU-Bürgermeisterkandidatin Manuela Schmidt über die innovativen Lösungen und die enormen Einsparpotenziale informieren.
Mit überschaubarem Aufwand können Schiffe mit Abgasreinigungstechnik ausgestattet werden. „In Städten wie Köln und Düsseldorf stammt ein sehr großer Teil der Emissionen von Schiffen. Mit den Systemen von HJS für die Binnenschifffahrt kann hier viel erreicht werden“, war das Fazit von Eggers und Liese. Eine Reduzierung von ca. 90 Prozent sei bei den Schiffen möglich und die Reedereien seien auch offen dafür, es bedürfe aber klarer Vorgaben der EU. Bei 60.000 Schiffsfahrten pro Jahr könne so das Äquivalent von 9,5 Millionen PKWs eingespart werden, erläuterte Robin Trompetter. „Ein starkes Beispiel, wie wir mit Ideen aus Südwestfalen für bessere Luft sorgen können“, freute sich Peter Liese. Matthias Eggers und Peter Liese werden sich dafür einsetzen, dass solche innovativen Ideen auf EU-Ebene auch durch strengere Regeln mehr Unterstützung bekommen.
