Peter Liese: Modell europaweit nutzen / Übergewicht ist dramatisches Problem

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat heute in Berlin bekanntgegeben, dass in Deutschland eine verbesserte Nährwertkennzeichnung, ein sogenannter Nutri-Score, eingeführt wird. Vorausgegangen war eine umfassende, wissenschaftlich fundierte sowie unabhängige Verbraucherforschung im Auftrag des Ministeriums. Bis Ende Oktober soll es dazu nun einen entsprechenden Entwurf für eine Rechtsverordnung geben.


Der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Dr. med. Peter Liese, begrüßte die Ankündigung, die auch auf europäischer Ebene interessiert aufgenommen wurde. „Meine Fraktion stand einer farblichen Kennzeichnung von Lebensmitteln auf europäischer Ebene lange kritisch gegenüber. Persönlich glaube ich, dass wir Nutri-Score grundsätzlich unterstützen sollten. Dies sehen auch viele Kolleginnen und Kollegen so. Übergewicht, insbesondere bei Kindern, ist ein dramatisches Problem und auch wenn der Nutri-Score etwas vereinfachend ist, müssen wir handeln und den Verbraucherinnen und Verbrauchen eine bessere Hilfestellung geben. Deshalb bin ich optimistisch, dass das von Deutschland favorisierte Modell, das Frankreich bereits eingeführt hat, auch flächendeckend in der EU zum Einsatz kommen kann. Niemand sollte sich aber die Illusion machen, dass durch Kennzeichnung alleine das Problem in den Griff zu kriegen ist. Für seine persönliche Ernährung ist jeder in erster Linie selbst verantwortlich und Eltern sind für die Ernährung der Kinder verantwortlich. Niemand sollte dafür Dritten, zum Beispiel der Industrie, den schwarzen Peter zuschieben“, so der Europaabgeordnete.

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