Obwohl es eine amerikanische Firma ist wird Impfstoff auch in Europa produziert / EU hat Vorvertrag abgeschlossen / Pfizer-Chef Bourla muss Erklärung zu seinen Aktien abgeben, um den Prozess nicht zu diskreditieren / AstraZeneca Ergebnisse in Kürze erwartet  


„Das ist schon wieder eine sehr gute Nachricht“, so kommentierte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP, Christdemokraten) Dr. med Peter Liese die Meldung, dass die Firma Moderna Ergebnisse veröffentlicht hat, nach der ihr Impfstoff sogar noch wirksamer ist als der Impfstoff von BioNTech/Pfizer.

Die Firma hat am Montag mitgeteilt, dass sie bei Untersuchungen ein Ergebnis von 94,5% festgestellt haben. „Genau wie bei BioNTech/Pfizer muss diese Prozentzahl noch genau untersucht werden und einen Impfstoff haben wir erst, wenn die Europäische Arzneimittelagentur ihn zugelassen hat. Ich rechne aber damit, dass das in den nächsten Wochen passiert. Der Moderna Impfstoff wird, obwohl es sich um eine amerikanische Firma handelt, auch in der EU hergestellt und deswegen ist es gut, dass die EU schon Vorverträge abgeschlossen hat. Darüber hinaus rechne ich damit, dass der Impfstoff des schwedisch-britischen Konsortiums AstraZeneca in den nächsten Wochen auf den Markt kommen wird. Ich rechne täglich mit der Veröffentlichung entsprechender Forschungsergebnisse. Dann hätten wir bereits in diesem Jahr drei Impfstoffe zur Auswahl und können im Januar mit der Impfung der Risikogruppen und des medizinischen Personals beginnen. All das zeigt, dass die EU mit der Unterstützung der Unternehmen und den Vorverträgen auf dem richtigen Weg ist“, so Liese.

Problematisch ist, dass diese guten Nachrichten durch eine sehr befremdliche Aktion von Pfizer Chef Albert Bourla überschattet werden. Dieser hatte in der vergangenen Woche ein Großteil seiner Aktien verkauft und dadurch einen Gewinn von 5,6 Millionen Dollar gemacht. Die Erklärung des Unternehmens ist natürlich, dass der Verkauf vorher bereits terminiert war aber das erklärt noch nicht, warum das Unternehmen die Pressemitteilung ausgerechnet am vergangenen Montag verschickt hat. Das Studienprotokoll und die Daten hätten es genauso gut erlaubt, dies einigen Tage früher oder einige Tage später zu machen. Biontech ist ein seriöser deutscher Mittelständler. Pfizer ist zumindest Mal nicht Deutsch und kein Mittelständler. Die Verantwortlichen von Pfizer haben noch nicht genug getan um klar zu machen, dass alles seriös ist", so Peter Liese.


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