Klimaziele erhalten / Emissionshandel wichtigstes Instrument, gleichzeitig ist es richtig, dass wir dringend Reformen brauchen / gemeinsamer Namensartikel mit Evonik Chef Christian Kullmann


“Die Europäische Kommission wird am kommenden Mittwoch erste Änderungen am europäischen Emissionshandel vorschlagen und damit auch auf Kritik an dem System reagieren. Zugleich ist aber klar, dass eine Abschaffung oder Entkernung des Systems katastrophale Folgen hätte”, darauf machte der klimapolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), aufmerksam.

“Der Emissionshandel ist das wichtigste Klimaschutzinstrument der Europäischen Union und auch das wichtigste Instrument weltweit. Seine Abschaffung halte ich nach wie vor für absolut unberechtigt und ich bin froh, dass sich gerade aus der Wirtschaft viele Unterstützer des Emissionshandels gemeldet haben. Trotzdem sind Reformen dringend erforderlich. Ich erwarte, dass die Europäische Kommission in einem ersten Schritt am morgigen Mittwoch eine Reform der Marktstabilitätsreserve vorschlagen wird. Diese Marktstabilitätsreserve wurde eingeführt, als der ETS-Preis am Boden lag und es praktisch keine Anreize für Investitionen in Klimaschutz gab. Die Preise haben sich aber jetzt um etwa 10 Euro im Jahr 2018 auf fast 70 Euro vervielfacht und hatten zwischenzeitlich sogar 100 Euro erreicht. Wir brauchen gerade jetzt kein Instrument mehr, um gegen geringe Preise vorzugehen. In Zukunft brauchen wir ein Instrument, um gegen höhere Preise vorzugehen”, so Liese.

Peter Liese: Europäischer Emissionshandel muss erhalten bleiben und wird erhalten bleiben, Anpassungen aber notwendig / Deutschland kann entscheidender Mittler zwischen konträren Positionen sein

„Der Europäische Emissionshandel muss erhalten bleiben und er wird erhalten bleiben“, dies erklärte der klimapolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP, Christdemokraten), Dr. Peter Liese im Vorfeld des Europäischen Gipfels am Donnerstag und Freitag. Bei diesem Gipfel wird unter anderem die Zukunft des wichtigsten Europäischen Klimaschutzinstrumentes diskutiert.

Europaabgeordneter Dr. Peter Liese zu Gast in Bad Berleburg


Bad Berleburg-Raumland. Auf Einladung der Kurt Obermeier GmbH besuchte der heimische Europaabgeordnete Dr. Peter Liese (CDU) am Montag das Unternehmen am Standort in Bad Berleburg-Raumland. Im Mittelpunkt des Vorort Termins war ein persönlicher Austausch über die Rahmenbedingungen und Auswirkungen europäischer Regelungen auf mittelständische Unternehmen.

Begleitet wurde Dr. Liese von der heimischen Landtagsabgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach, der Kreistagsabgeordneten und stellvertretenden Landrätin Ursula Belz und Bad Berleburgs Bürgermeister Volker Sonneborn. Als Gastgeber begrüßten Jochen Obermeier (CEO) und Dr. Anette Rose (Head of Compliance & HSE) die Gäste.

Maßnahmen gegen Sikawild zum Schutz des Waldes und der heimischen Wildpopulation richtig, aber Regeln zur Haltung in Gehegen unverhältnismäßig / Briefe an Landesregierung, Bundesregierung und Europäische Kommission


Um die Tiere droht ein heftiger Streit. Das sogenannte Sikawild, das in unserer Region, insbesondere im Arnsberger Wald, vorkommt, schädigt die Bäume. Ähnlich wie Wisente fressen sie sehr häufig die Rinde. Die Wiederaufforstung, nachdem viele Bäume durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben sind, wird durch das Sikawild gefährdet. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Sikawild mit heimischen Wildarten paart und dadurch sogenannte Hybride entstehen. Sikawild ist in der Europäischen Union nicht heimisch, sondern vor vielen Jahren aus Asien eingeführt worden.

Aufgrund dieser Fakten hat die Europäische Kommission im vergangenen Jahr eine sogenannte Durchführungsverordnung beschlossen und den Sikahirsch (Cervus nippon) in die Unionsliste als invasive gebietsfremde Art aufgenommen. So weit so gut - insbesondere viele Waldbesitzer und Jäger befürworten einen verstärkten Abschuss dieser nicht heimischen Tierart. Auch Peter Liese befürwortet eine stärkere Bejagung des Sikawildes: „Wir müssen unseren heimischen Wald schützen, und dass das Sikawild dabei ein Problem ist, bestätigen viele Experten, auch aus der Region.“